Verkehrszählung 2015

Aus der Verkehrszählung 2015 wurden die Verkehrsmengen für die Autobahnen veröffentlicht.
Hieraus wird ersichtlich, dass zwischen dem Kreuz Schweinfurt/Werneck und der Autobahnanschlussstelle Estenfeld, für eine vierspurige Strecke eine relativ hohe Verkehrsmenge unterwegs ist (eingekreister roter Bereich).
Verkehrsmengenkarte 2015 BAB Auszug A7

Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke liegt zwischen der AS Gramschatz und der AS Estenfeld bei ca. 62400 KFZ. 16,6% hiervon sind dem Schwerverkehr (Busse, Lkw > 3,5 t zul. Gesamtgewicht mit und ohne Anhänger, Sattelzüge) zuzurechnen.

Der dringend benötigte sechsspurige Ausbau der A7 zwischen Schweinfurt/Werneck und dem Autobahnkreuz Biebelried ist im Bundesverkehrswegeplan 2015 (2030) trotzdem nur im “Weiteren Bedarf mit Planungsrecht”.
Mit dieser Einstufung ist ein Ausbau der A7 in weite Ferne gerückt.

In den nächsten Wochen sollen auch die Auswertungen der anderen Straßenklassifizierungen (Bundesstraßen, Staatsstraßen, …) veröffentlicht werden.
Sobald diese Ergebnisse bekannt sind, werden wir hierüber berichten.

Tempo 30 vor dem Kindergarten

In einem Schreiben an den Bundestagsabgeordneten Paul Lehrieder haben wir eine Tempo-30-Zone vor dem Kindergarten in Unterpleichfeld gefordert.
Seit der Änderung des §45 in der Straßenverkehrsordnung im Dezember 2016 ist es möglich, auch auf Bundesstraßen vor Kindergärten, Schulen, Altersheimen, usw. Tempo-30-Zonen einzurichten.

HIER ist dieser komplette Paragraph aufgeführt. Im Absatz (9), Punkt 6 ist diese Gesetzesänderung eingefügt.
Wir haben über diesen Sachverhalt auch bereits in der Vergangenheit berichtet.

Das bundesweite Verkehrsaufkommen wird auch in den kommenden Jahren weiter drastisch ansteigen.
Die Verkehrssicherheit ist durch die Sanierung der Ortsdurchfahrten von Unterpleichfeld und Bergtheim, im Gegensatz zu den Ankündigungen offizieller Stellen, leider nur geringfügig verbessert worden.
Die neu saniert durchlaufende und nicht mit Schlaglöchern versehene Asphaltschicht, wirkt nun sogar eher verkehrsverstärkend. Der Verkehr kann nun wieder ungehemmt durch die Ortschaften rollen und das tut er auch.

Zahlreiche Anwohner haben uns mitgeteilt, dass sich die Verkehrsmenge Ihrer Meinung nach erhöht hat. Gerade zu den Hauptverkehrszeiten treten verstärkt Stauungen in und um die Ortschaften auf.
Die B19 wird immer auch die Ausweichstrecke für die A7 sein. Schon aus diesem Grund ist es nur sehr begrenzt möglich, die Strecke unattraktiv zu gestalten. Dies wurde uns auch mehrfach von verschiedensten offiziellen Stellen bestätigt.

LKW-Problematik ist vielfältig

Ende des vergangenen Jahres haben wir je ein Schreiben an die Polizei Würzburg-Land, dem Radiosender Antenne Bayern, sowie zwei Herstellern von Navigationssystemen gesandt. Inhaltlich hat es sich in allen Schreiben in erster Linie um den LKW-Durchgangsverkehr und die damit verbundene Problematik gehandelt.

Laut Polizeiangaben geben Fahrer von Lastkraftwagen oftmals an, durch Ihr Navigationssystem über den eigentlich gesperrten Streckenabschnitt geführt worden zu sein. Dies haben wir durch ein ausführliches Fragenpaket bei Garmin/Navigon sowie United-Navigation/Becker hinterfragt.

Beim Radiosender Antenne Bayern werden auch bei leichten Stauungen, bzw. zähfließendem Verkehr auf der A7 immer wieder Durchsagen getätigt, dass Verkehrsteilnehmer durch Verlassen der Autobahn und Befahren der B19 einige Minuten Zeit einsparen können.
Wir haben  an den Radiosender appelliert, solche Durchsagen zu überdenken und streckenabhängig anzuwenden. Sicherlich gibt es Ausweichstrecken, welche durch keine Ortschaften führen und genutzt werden können.
Hier macht aus unserer Sicht eine Durchsage auch Sinn. Wenn jedoch die Route durch ohnehin stark belastete Ortschaften führt, sollte diese Durchsage nur bei einer Komplettsperrung der Autobahn erfolgen.

In unserem Schreiben an die Polizei haben wir detailliert hinterfragt, ob die jeweiligen Polizeibeamten bei LKW-Kontrollen, die doch sehr missverständliche Gesetzeslage in Hinsicht auf das LKW-Durchfahrtsverbot kontrollieren können.
Ebenso stellt sich die Frage, ab welchen Verkehrsflüssen ein Stau auf der Bundesautobahn entstanden ist, bzw. unter welchen Kriterien Lastkraftwagen selbige verlassen und durch den eigentlich gesperrten Streckenbereich fahren dürfen.

Diese und weitere Fragen haben wir an die jeweilig betreffenden Beteiligten geschickt und um Beantwortung gebeten.

Bemautung aller Bundesstraßen

Nun ist es also beschlossen. Im Juli 2018 wird die LKW-Maut auf alle Bundesstraßen ausgeweitet. Somit fällt für viele Unternehmen ein Hauptgrund weg, unsere Strecke weiterhin zu nutzen.
Der finanzielle Anreiz Mautkosten einzusparen, indem nicht die Bundesautobahn, sondern die parallellaufende B19 befahren wird, hat in den vergangenen Jahren täglich ca. 800 Lastkraftwagen durch unsere Ortschaften geschleust.

Wir werden im Vorfeld alle bekannten Firmen aus dem Transportgewerbe anschreiben, den Sachverhalt ausführlich erläutern und an die Vernunft und das Verständnis appellieren.

In wie weit sich dann Unternehmen darauf einlassen, einen im Regelfall immer noch längeren Weg über die Autobahn in Kauf zu nehmen, bleibt offen und muss abgewartet werden.

Wir gehen allerdings davon aus, dass auch nach Einführung dieser Mauterweiterung, ein nicht unerheblicher Anteil an Lastkraftwagen die Bundesstraße befahren wird.

Quell- und Zielverkehr, verbesserungsbedürftige Navigationssysteme, fehlende Ortskenntnisse der LKW-Fahrer sowie die leicht misszuverstehende Verbots-Beschilderung (Verbot von Durchgangsverkehr für LKW größer 12 Tonnen) dürften hierfür unter anderem verantwortlich sein.

Rückblick auf das Sit-In in Opferbaum

Erneut haben sich verkehrsgeplagte Menschen getroffen, um in Opferbaum auf die Zustände aufmerksam zu machen. Lärm, Feinstaub und die allgemeine Verkehrsgefährdung sind nach wie vor ein großes Problem für viele Einwohner von Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben.
Bei Kuchen und Getränken hat man nicht nur über die Verkehrsproblematik debattiert, sondern auch private Interessen ausgetauscht.

Auch die Mainpost hat einen Bericht über das Treffen veröffentlicht. 

Polizeiantwort zu LKW-Kontrollen

Mitte Juli 2016 hat die Bürgerinitiative ein Schreiben an die Dienststelle der Polizei Würzburg-Land gesandt und erneut die LKW-Problematik angesprochen.
Es kann nicht Sinn und Zweck eines „Verbotes von Durchgangsverkehr für LKW >12 Tonnen“ sein, wenn immer noch 800 Lastkraftwagen täglich durch den gesperrten Streckenbereich fahren und die A7 parallel zu unserem Streckenabschnitt verläuft.

Diese Verkehrsbeschilderung und die damit verbundene “75-km-Regelung” ermöglicht einer gewissen Gruppe an Lastkraftwagen, die Strecke legal zu nutzen.
Allerdings hat uns die Erfahrung der Vergangenheit gezeigt, dass diese Verkehrsregelung von vielen Speditionsunternehmen missverstanden oder auch wissentlich nicht eingehalten wird.

Die Vielzahl an möglichen Routenbeispielen und Entladestellen führt dazu, dass LKW-Fahrer welche zum Beispiel an den Speditionspark in Kürnach Ware an- oder auch von selbigen Ware ausliefern der Meinung sind, die gesperrte Strecke grundsätzlich nutzen zu dürfen, unabhängig davon, wohin die Fahrt zielt oder von welchem Standpunkt aus die Route nach Kürnach führt.

Folgende Fragen sind unsererseits deshalb gestellt worden:

- Gibt es Auswertungen über die Anzahl der LKW-Kontrollen und die nachgewiesenen Verkehrsverstöße? Welche Erfahrungen konnten hier von Seiten der Polizei bei Verkehrskontrollen gesammelt werden?
Sind sich die Fahrer des Verkehrsverstoßes bewusst?

 - Kann die Polizeibehörde mit den LKW-Speditionen im Landkreis Kontakt aufnehmen und die rechtliche Lage für die Berechtigung zur Durchfahrt erläutern? Gerade dieser Punkt wäre sehr wichtig, da wie oben beschrieben die rechtliche Situation bei vielen Firmen nicht bekannt ist. Ein Flyer mit verschiedenen Fallbeispielen und einer ausführlichen Erklärung der rechtlichen Lage würde hier Abhilfe schaffen.

 - Gibt es dienststellenübergreifend inzwischen Auswertungen, ob und in welcher Höhe die geänderte Verkehrsbeschilderung am Stadtring-Süd in Würzburg zu einer LKW-Reduzierung geführt hat. Der Stadtring-Süd und unser Streckenabschnitt stehen in direkter Beziehung zueinander.

Die Polizei hat uns daraufhin mitgeteilt, dass die Häufigkeit der LKW-Kontrollen von der allgemeinen Lage und dem täglichen Einsatzgeschehen abhängig sei.

Ebenso wurde eine Statistik dem Schreiben beigefügt, in der die LKW-Kontrollen für den Großraum-Würzburg, in Bezug auf die seit 2007 bestehenden Verbotsstrecken aufgeführt gewesen sind. Bei den benannten Zahlen handelt sich also nicht nur um unsere Strecke, sondern auch um weitere Streckenbereiche im Großraum Würzburg, welche die gleiche Beschilderung aufweisen.

Erschreckend ist aus unserer Sicht, dass jedes Jahr tendenziell weniger LKW-Kontrollen stattgefunden haben.

Jahr:                      LKW-Kontrollen:             Mautverstöße:

2007                      2156                                      117

2008                      2072                                      102

2009                      1864                                      85

2010                      1012                                      63

2011                      995                                        53

2012                      904                                        54

2013                      735                                        32

2014                      807                                        42

2015                      keine Angabe                        41

2016                      151                                        26
(laufendes Jahr)

Die Quote der jeweiligen Mautverstöße liegt bei ca. 5%. Dieser Wert erscheint uns sehr gering und aufgrund der Komplexität der Verkehrsbeschilderung und der damit verbundenen Ausnahmeregelungen können wir uns auch vorstellen, dass gegebenenfalls widerrechtlich stattgefundene Durchfahrten nicht immer von den Polizeidienstkräften richtig eingeschätzt wurden.

Mehrmals sind wir bereits Speditionsunternehmen gefolgt und konnten jedes Mal eine widerrechtliche Durchfahrt nachweisen.

Selbst wenn die illegale Durchfahrtsquote so niedrig anzusetzen ist, bleibt immer noch die Feststellung, dass die Verkehrsbeschilderung und Ihre Wirkung, aufgrund von täglichen 800 Lastkraftwagen in Frage gestellt werden muss.

Jene LKW-Fahrer, welche widerrechtlich die Strecke befuhren, hatten sich nach Polizeiangaben oftmals von Ihrem Navigationssystem leiten lassen. Deshalb werden wir dieses Thema auch gesondert behandeln und mit verschiedenen Herstellern von Navigationssystemen Kontakt aufnehmen, um die in der Software eingetragenen Beschilderungen zu hinterfragen.

Als weitere Antwort auf unsere Fragestellungen haben wir erhalten, dass die Polizei bereits im Vorfeld der Sanierungsbaumaßnahme B19, bei verschiedenen Speditionsunternehmen gewesen ist und die rechtliche Lage geschildert hat.

Die Wirkung der neuen Beschilderung für den Stadtring-Süd in Würzburg konnte nicht angegeben werden und es wurde auf die Polizeidienststelle Würzburg-Stadt verwiesen.

Verkehrschaos auf der B19

Am Wochenende des 20. und 21.08.2016 kam es auf der Strecke der B19 zwischen der Autobahnanschlussstelle Estenfeld und Werneck zu extremen Stauungen, da eine Vollsperrung der A7 bei Werneck in Fahrtrichtung Kassel stattgefunden hat.

Teilweise sind die Verkehrsteilnehmer bereits in Estenfeld abgefahren. Andere wurden an der Autobahnanschlussstelle Gramschatz von der Polizei abgeleitet und über Erbshausen nach Bergtheim geführt.  Kilometerlange Stauungen waren die Folge.
An der Kreuzung in der Bergtheimer Ortsmitte kam es deswegen zu extremen Verkehrsbedingungen und der Verkehr musste von der Polizei über viele Stunden geregelt werden.

Da es mehrere Brücken im parallelen Verlauf der A7 zur B19 gibt und selbige in den nächsten Jahren ausgebaut werden, müssen sich die ohnehin stark belasteten Ortschaften auf weitere Verkehrsexzesse einrichten.