Rückblick auf das Treffen mit der IHK-Würzburg

Am 02.11. haben sich Klaus Stuntz, Peter Wagner und Michael Wild von der BI, mit Hr. Bode und Hr. Dr. Genders von der IHK-Würzburg/Schweinfurt getroffen.
Die Industrie- und Handelskammer hat über den Verkehrsausschuss eine gewichtige Stimme in der Region und das Bestreben, die Verkehrsinfrastruktur den Anforderungen der Wirtschaft anzupassen.
Mehrere Themengebiete wurden in dem 90-minütigen Gespräch debattiert.
Zu diesen zählten unter anderem: Verkehrslärm, Feinstaub-Grenzwerte, Luftreinhalteplan, LKW-Beschilderung, Verkehrsentwicklung, sowie der Neubau der B26n und der sechsspurige Ausbau der A7.
Der Initiative war es wichtig die Belastung der Bevölkerung, welche in Würzburg und den angrenzenden Ortschaften von der B19 durchschnitten werden, darzulegen.
Zunächst hat die BI Ihren Standpunkt nahegelegt, dass die aktuelle Beschilderung mit der Kombination aus dem „Verbot für LKW-Durchgangsverkehr“, sowie dem „Lieferverkehr in Stadt- und Landkreis Würzburg frei“ zu mehr Missverständnissen am Stadtring führt, als Hilfe gegen die LKW-Verkehrsmassen ist.
Die nach wie vor hohen und unveränderten Zahlen belegen dies auch.
In diesem Zusammenhang wurden auch die häufigen Überschreitungen der Feinstaub-Grenzwerte an den Messstationen benannt und die mögliche Konsequenz, dass Umweltzonen, Fahrverbote oder andere einschränkende Maßnahmen die Folge sein könnten.
Die Verkehrsdichte am Stadtring und die weitreichenden Folgen, hängen direkt auch mit jenen im nördlichen Landkreis zusammen.
Schnell ist man sich einig gewesen, dass es in den vergangenen Jahren von offizieller Seite versäumt wurde, ein Verkehrskonzept für den Großraum Würzburg in Angriff zu nehmen.
Das Verkehrsaufkommen steigt weiter stetig an und der alltägliche Stau auf dem Straßennetz wird sich in und um Würzburg in Zukunft noch verstärken.
Die IHK hat unterstrichen, dass der sechsspurige Ausbau der A7, sowie der Neubau der B26n, die Gesamtverkehrsproblematik im Großraum Würzburg entzerren könnte.
Leider handelt es sich hierbei um Maßnahmen, welche teilweise erst in Jahrzehnten realisiert sein können und der Bevölkerung keine schnelle Hilfe bieten.
Ebenso wurde in diesem Zusammenhang erläutert, dass Navigationssysteme die B19, bzw. den Stadtring als Abkürzung von der A7 zur A3, bzw. A81 ausweisen und auch aus diesem Grund die hohen Verkehrszahlen zustande kommen.
Aufgrund der allgemeinen Verkehrszunahme, wird es jedoch gerade im LKW-Bereich zu keiner spürbaren Entlastung der B19 im nördlichen Landkreis kommen. So wird es zumindest in einer aktuellen Verkehrsprognose vorhergesagt.
Aus Sicht der BI helfen hier nur eine konsequentere Beschilderung, sowie regelmäßige Kontrollen der Polizei weiter.
Auch der Verkehrsverbund Mainfranken muss weiter ausgebaut, und ein durchdachtes
Personenbeförderungssystem entwickelt werden.
Bus und Bahn sind noch lange nicht am Ende Ihrer Leistungsfähigkeit angelangt und ein lückenlos ausgebautes Nahverkehrsnetz könnte weitere Verkehrsteilnehmer rund um Würzburg und Schweinfurt zielgerichtet befördern.
Der Individualverkehr und der Umstand, dass in den meisten Fahrzeugen nur ein bis zwei Personen sitzen, ist eine Folge des schlechten Gesamtbeförderungskonzeptes.
Die Bürgerinitiative versuchte, die Belange und Sorgen der betroffenen Bevölkerung zu vermitteln und ist auf Akzeptanz und Verständnis gestoßen.
Hr.Bode und Hr. Dr. Genders wurden gebeten, bei Gesprächen in Ihren Wirkungskreis speziell darauf hinzuweisen, dass ab Juli 2018 alle Bundesstraßen bemautet werden und hierdurch ein Anreiz für die Nutzung der zur Verfügung stehenden Autobahnen gegeben ist.
Die BI dankt Hr. Bode und Hr. Dr. Genders für das offene Gespräch und es wurde seitens der IHK zugesagt, die besprochenen Themen bei der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses, im April 2018 anzusprechen.

Auch 2017 keine Mitgliedsbeiträge notwendig

Sehr geehrte Mitglieder der Bürgerinitiative,

ebenso wie in den Jahren 2015 und 2016, hat sich die Initiative dazu entschlossen,
auch in diesem Jahr wiederum keine Mitgliedsbeiträge einzuziehen.
Das vorhandene finanzielle Polster wird auch für die Ausgaben des kommenden Jahres ausreichen.
Wir möchten hierzu noch erwähnen, dass nur die allernötigsten Aufwendungen aus dem Kontobestand gedeckt werden.

Der nächste Beitrag würde somit frühestens im Dezember 2018 erhoben werden.

Countdown bis zur LKW-Maut

Ab dem 01. Juli 2018 wird die LKW-Maut auf alle Bundesstraßen in Deutschland ausgeweitet. Teilweise sind bereits heute vierspurige Bundesstraßen mit der LKW-Maut belegt.
Die parallel zur A7 laufende B19, welche durch die Ortschaften: Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben führt, wird somit zu einem gewissen Teil an Attraktivität für den LKW-Verkehr verlieren.
Wir werden rechtzeitig die uns bekannten Speditionsunternehmen anschreiben und diesen Umstand, sowie die allgemeine rechtliche Situation in Hinsicht auf das “LKW-Durchfahrtsverbot” darlegen.
Aus verschiedenen Gründen wird die B19 jedoch auch nach der Bemautung, für viele Unternehmen eine interessante Ausweichroute darstellen.

Es wird nicht spürbar weniger werden

Mitte Oktober hat der Landtagsabgeordnete, Hr. Dr. Fahn von den Freien Wählern, folgende Anfrage an die Staatsregierung in München gestellt:

“Ist durch den geplanten sechsspurigen Ausbau der A 7 zwischen den Anschlussstellen Schweinfurt/Werneck und dem AK Bibelried mit einer spürbaren Verkehrsentlastung für die Ortschaften Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben (bitte die geplanten Entlastungen für den PKW und LKW-Verkehr konkret oder näherungsweise benennen) zu rechnen und gibt es dazu eine aussagekräftige Verkehrsstudie mit welchen reduzierten Verkehrsmengen die beschriebenen Orte nach Fertigstellung des sechsspurigen Ausbaus rechnen können?”

Einige Tage später wurde folgende Antwort des Freistaates veröffentlicht:
Bis zum Jahr 2025 haben die vier Ortschaften mit folgenden durchschnittlichen Verkehrsmengen für KFZ und anteiligen Schwerverkehr (SV) >3,5 Tonnen zu rechnen:

Tabelle 1 (Den falschen Ortsnamen bitten wir im Namen des Freistaates zu entschuldigen)
Tabelle 1

Diese Prognosen liegen wesentlich über den heutigen Werten!

Die Hochrechnung erfolgt unter Annahme, dass weder der Neubau der B26n, noch der sechsspurige Ausbau der A7 bis dahin vollzogen wurde und ist aus einer aktuellen Verkehrsstudie der „brenner BERNARD ingenieure GmbH”.
Nun wird in dieser Studie ein zweiter Fall angenommen, bei dem die in der folgenden Tabelle 2 enthaltenen Werte, von jenen aus Tabelle 1 abgezogen werden könnten. Allerdings unter Annahme, dass zum Vergleichsjahr 2025 die B26n, sowie der sechsspurige Ausbau der A7 fertiggestellt wurde.
Tabelle 2
Tabelle 2

Da beide Projekte im aktuellen Bundesverkehrswegeplan enthalten sind und nach Fertigstellung der jeweiligen Baumaßnahme auch eine gewisse Umverteilung erfolgen würde, hat die Verkehrsstudie auch beide vollendeten Projekte für diese verkehrsmindernden Mengen für die B19 vorausgesetzt.
Hier ist aus unserer Sicht natürlich eine eklatante Fehleinschätzung gegeben.
Der sechsspurige Ausbau der A7 ist im aktuellen Bundesverkehrswegeplan im  ”erweiterten Bedarf mit Planungsrecht”.
Ein Baubeginn vor dem Jahre 2030 ist mehr als zweifelhaft und aktuell auch unrealistisch.
Somit müssten die in Tabelle 2 enthaltenen und entlastenden Werte wesentlich reduziert werden.

Bedenklich ist der hohe Wert des Schwerverkehranteiles (SV) > 3,5 Tonnen.
Gerade die Lastkraftwagen und schweren Fahrzeuge stellen eine überdurchschnittliche Belastung der Bevölkerung in Hinsicht auf Lärm, Feinstaub und Verkehrsgefährdung dar.
Aktuell liegt dieser Schwerverkehranteil zwischen Bergtheim und Unterpleichfeld, laut der Verkehrszählung 2015, bei knapp 800 Fahrzeugen/Tag.
Dieser Wert soll sich laut den Studien massiv erhöhen.

Von welcher Entlastung sprechen die Politiker und Verantwortlichen eigentlich?

Die Zahlen geben genug Anlass dafür, auch weiterhin am Ziele festzuhalten, dass kein Weg am Bau von Ortsumgehungen vorbeiführt.

Dieses Ziel muss und wird deshalb weiterhin verfolgt werden!

Treffen mit anderen Initiativen aus Würzburg

Am 18.10.2017 haben sich Vertreter der Vereinigungen: Brummis weg vom Stadtring,  Ringparkingefahr, der BN Kreisgruppe Würzburg, sowie Stadträte der CSU, SPD, ÖDP und Mitglieder unserer Initiative im Franziskanerhotel in Würzburg getroffen, um über die Verkehrsproblematik in Würzburg, dem Umland und weiteren zugehörigen Themen zu diskutieren.
Sehr schnell war man sich einig, dass es in verschiedensten Bereichen erhebliches Verbesserungspotential gibt und mögliche Ziele am effektivsten im gemeinsamen Bestreben realisiert werden können.
Die B19 ist von Würzburg nach Schweinfurt eine durchgehende Verkehrsachse, welche auch nach einem sechsspurigen Ausbau der A7, bzw. dem Bau der B26n, stark frequentiert sein wird.
Die Gegebenheiten müssen deshalb reguliert und den sich ändernden Umständen angepasst werden.

Wenn die Lastkraftwagen nicht mit guten Worten auf die dafür vorgesehenen Autobahnen gebracht werden können, so muss der gesetzliche Rahmen in Hinsicht auf eine zielgerichtete und durchgehende Verkehrsbeschilderung angewendet werden.

Die Mainpost, welche durch eine Journalistin ebenfalls vertreten gewesen ist, hat am 21.10.2017 ebenfalls einen Bericht über das Treffen in der Tageszeitung veröffentlicht.

Für das Jahr 2018 wurden zahlreiche Aktionen thematisiert, welche über die Mainpost und den digitalen Medien rechtzeitig verbreitet werden.
Die Erstellung einer Homepage, welche die Belange aller Initiativen vereint, ist ebenfalls ein Resultat des Treffens.

Die Ergebnisse der Folgetreffen planen wir wie gewohnt wieder zu veröffentlichen.

Einladung zu einer Infoveranstaltung über die Verkehrssituation in und um Würzburg

Informationsveranstaltung zur Verkehrssituation in Würzburg und Umgebung

                     Die Bürgerinitiative „Brummis weg vom Stadtring“ lädt ein zu einer

Gesprächsrunde am 18. Oktober um 19:00 Uhr im
                                     Hotel Franziskaner, Franziskanerplatz 2, 97070 Würzburg

http://www.franziskaner-wuerzburg.de

Angesichts der extrem schlechten Luftverhältnisse im Stadtgebiet Würzburg, der seit Jahren regelmäßig erhöhten krebserregenden Stickoxidwerte am Stadtring Süd (eine der am meisten mit Schadstoffemissionen belasteten Verkehrstrassen in Bayern), an  der Nordtangente und im Bereich Theaterstr./Bahnhofstr. („Giftrinne“), will unsere Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit Verbänden, Initiativen und Parteien in Würzburg sowie aus den Umlandgemeinden zu einem

                                                                         „Jahr des Zorns 2018“

 aufrufen.

Der LKW-Durchfahrtsverkehr im Bereich des Mittleren Rings sowie in den nördlichen Umlandgemeinden an der B 19 ist weiterhin inakzeptabel hoch. Fahrverbote haben aufgrund zahlreicher Ausnahmetatbestände zu keiner signifikanten Verbesserung geführt.

Wir möchten gemeinsame Aktionspläne für das Jahr 2018 besprechen, ggf. auch die Einleitung rechtlicher Schritte.
Die Bürgerinitiative bittet alle interessierten Bürger aus Würzburg und den Umlandgemeinden zur aktiven Teilnahme. Es geht um die zukünftige verkehrspolitische Entwicklung unserer Stadt und die Gesundheit aller.

Rückblick auf den Informationsabend

Mehr als 70 Interessierte haben sich im September in Bergtheim eingefunden, um über die Verkehrsproblematik an der B19, zwischen Werneck und Unterpleichfeld zu diskutieren. Die Eröffnungsrede wurde vom Vorsitzenden der Bürgerinitiative (BI), Klaus Stuntz gehalten.
Wochen zuvor wurde in einem Zeitungsbericht und von einem Würzburger TV-Sender darüber berichtet, dass durch den sechsspurigen Ausbau der A7, mit einer spürbaren Verkehrsentlastung für die B19 zu rechnen ist.
Diesen Aussagen wurde in der Rede entgegengestellt, dass die Erweiterung der Autobahn frühestens im Jahre 2030 beginnen kann, da die Baumaßnahme im aktuellen Bundesverkehrswegeplan nur im “erweiterten Bedarf mit Planungsrecht” eingestuft ist. Zum sicheren Bau ist es jedoch notwendig im “vordringlichen Bedarf” eingegliedert zu sein. Das bedeutet, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die finanziellen Mittel für den Ausbau bis zum nächsten Bundesverkehrswegeplan, welcher voraussichtlich im Jahre 2030 veröffentlicht werden wird, nicht zur Verfügung stehen werden.
Der Baubeginn kann somit frühestens nach dem Jahre 2030 erfolgen und auch nur dann, wenn die Strecke in den „vordringlichen Bedarf“ hochgestuft wird. Es wird dann abermals 10 oder mehr Jahre dauern, bis die Baumaßnahme komplett fertig sein könnte.
Wir reden also davon, dass in frühestens 20-25 Jahren die mögliche versprochene Entlastung eintritt. Bis zum Jahr 2030 wird ein Zuwachs der Güterverkehrsleistung von 38% gegenüber dem Jahr 2010 prognostiziert.
Ebenso steigt die Quote im allgemeinen Personenverkehr stetig. Aus Sicht der BI ist es nicht seriös den Menschen in den Ortschaften zu versprechen, dass in frühestens 20-25 Jahren eine Verkehrsentlastung eintritt, für die es auch keine Belege gibt.
Es wurden bereits mehrmals an das Bundesverkehrsministerium Schreiben versandt und um seriöse Verkehrsstudien für die Entlastungsbehauptungen gebeten. Bis heute wurde auf diese Fragen nicht eingegangen und man kann daraus nur den Schluss ziehen, dass es Hoffnungen und Mutmaßungen sind, welche hier geäußert werden.
Die Bürgerinitiative hat keinen Beleg für die versprochene und spürbare Entlastung durch den Autobahnausbau! Solche Äußerungen müssen durch anerkannte Verkehrsprognosen belegt werden. Es kann auch nicht von der Bevölkerung erwartet werden, dass abermals Jahrzehnte ins Land ziehen um dann festzustellen, dass der Ausbau doch nicht die gewünschte spürbare entlastende Wirkung gebracht hat.
Um die LKW-Problematik in den Griff zu bekommen, wurde von der BI abermals der Vorschlag vorgebracht, wie der Durchgangsverkehr schnell und spürbar gesenkt werden könnte: Die aktuelle Beschilderung: „Verbot von LKW-Durchgangsverkehr größer 12 Tonnen“, müsste durch ein „Generelles Durchfahrtsverbot für LKW mit dem Zusatzschild: Lieferverkehr frei“ ersetzt werden.
Die aktuelle Beschilderung lässt aufgrund von gesetzlichen Regelungen und Ausnahmebedingungen (75KMRegel), zu viele Lastkraftwagen legal die Strecke zur reinen Durchfahrt nutzen, obwohl die A7 parallel verläuft. Ebenso kann die momentane Beschilderung in den Navigationssystemen nicht angezeigt werden und es erfolgt für den Fahrer kein Hinweis auf ein mögliches Durchfahrtsverbot.
Die Änderung der Beschilderung hätte zur Folge, dass Lastkraftwagen welche die B19 rein zur Durchfahrt nutzen, auf die Autobahn verdrängt werden würden und nur der wirkliche Lieferverkehr die Strecke befahren dürfte. Diese Maßnahme würde eine erhebliche Reduzierung des LKW-Anteils erzeugen und die Polizei könnte aufgrund der klaren Rechtslage auch einfacher die Verstöße ahnden.

Ein weiterer Grund für die werktäglich 800 Lastkraftwagen ist, dass viele Fahrzeugführer irrtümlich der Meinung sind die Strecke nutzen zu dürfen, da eine falsche Auslegung der Regelung zu Grunde liegt. Eine Verkehrsregelung, welche von einem „…Gebiet innerhalb eines Umkreises von 75 km, gerechnet in der Luftlinie vom Mittelpunkt des zu Beginn einer Fahrt ersten Beladeortes des jeweiligen Fahrzeugs…“ spricht, muss in der Praxis auch missverstanden werden.
Zum Beispiel darf Schwerlastverkehr, welcher von Mellrichstadt zum hoch frequentierten Speditionspark nach Kürnach möchte, die gesperrte Strecke nutzen. Ein LKW, der vom 20KM weiter entfernten Meiningen oder von einem noch weiter gelegenen Punkt losfährt, dagegen nicht. Deutschlandweit gibt es zahlreiche Berichte darüber, dass diese Beschilderung nicht den gewünschten Erfolg erzielt und allzu oft zu Fehlinterpretationen führt.
Außerdem müsste bei der aktuellen Beschilderung die Gewichtsbeschränkung auch von 12 Tonnen auf 7,5 Tonnen abgesenkt werden, da auch diese Lastkraftwagen seit geraumer Zeit bemautet werden und selbige zusätzlich die B19 als günstige Ausweichstrecke nutzen.

Ab Juli 2018 wird auf alle Bundesstraßen in Deutschland die LKW-Maut ausgeweitet. Sollte auch diese Maßnahme keine spürbare Entlastung bewirken, muss die Politik endlich handeln und wirksame Regelungen erlassen. Die Nutzung der Strecke durch den Schwerverkehr, wird jedoch aus verschiedensten Gründen auch nach der Einführung dieser flächendeckenden LKW-Maut attraktiv bleiben.
Deshalb geht die Bürgerinitiative von keiner spürbaren Entlastung nach dem benannten Datum aus.

Navigationssysteme in PKW´s und LKW´s stellen ein generelles Problem dar, da bereits bei leicht zähfließenden Verkehr auf den Autobahnen, die Ausweichstrecken angezeigt und leichte Zeitersparnisse bei Nutzung der B19 in Aussicht gestellt werden. Lastkraftwagen, welche eigentlich die Strecke nicht nutzen dürfen, fühlen sich überdies durch Radiodurchsagen privater Sender berechtigt die Ausweichroute zu befahren, obwohl die Polizei die über die B19 führende Bedarfsumleitung nicht offiziell geöffnet hat.

Auch die Herabstufung der Bundesstraße zu einer Staatsstraße wurde in der Rede thematisiert. Die Initiative ist sich sicher, dass eine Umgehungsstraße fast unmöglich ist, solange es sich um eine Bundesstraße handelt. Verschiedene Umstände sind hierfür verantwortlich. Eine Herabstufung wäre auch keine unberechtigte Forderung. Große Teile der B19, welche zwischen Schweinfurt und Meiningen parallel zur A71 verlaufen, sind bereits zu einer Staatsstraße herabgestuft worden.
Ein ähnlicher paralleler Verlauf zur A7, ist auch zwischen Werneck und Unterpleichfeld gegeben und somit vergleichbar. Die Baulast würde vom Bund auf den Freistaat übergehen und im Sonderbaulastverfahren wäre eine Realisierung von Umgehungen möglich.

Letztlich wurde auch über die Sanierung der Ortsdurchfahrten von Unterpleichfeld und Bergtheim berichtet. Vereinzelte Hochbordsteine erhöhen zwar die Sicherheit, allerdings ist auch die Geschwindigkeit innerorts aufgrund des neuen ebenen Fahrbahnbelages eher angestiegen. Es werden weitere zusätzliche Maßnahmen notwendig sein, um die Geschwindigkeit bereits am Ortseingang zu verringern. Der Kreisel vor Bergtheim und die Ampelanlage am Gewerbegebiet in Unterpleichfeld könnten einen dämpfenden Effekt haben.
Allerdings wird sich hierdurch die Anzahl der Fahrzeuge kaum verringern. Auch die von den offiziellen Stellen versprochenen innerörtlichen Verbesserungen für Opferbaum und Eßleben lassen leider weiter auf sich warten.

Enttäuscht zeigte sich die Bürgerinitiative auch darüber, dass sie bei einem jüngst stattgefundenen Gespräch zwischen dem Landrat, den Bürgermeistern von Unterpleichfeld und Bergtheim, sowie Vertretern des staatlichen Bauamtes in Würzburg, in dem es um die Sanierung der Ortsdurchfahrten gegangen ist, ausdrücklich nicht geladen gewesen ist.
Kritische Stimmen hätten die Atmosphäre und die daraus resultierenden Presseberichte wohl gestört und beeinflusst.

Im Anschluss an die Rede hat Robert Wild über die Arbeit der Bürgerinitiative berichtet. Die BI hat sich in den vergangenen Jahren, teilweise auch mehrmals, mit Vertretern von Ministerien, dem Landrat, Lokalpolitikern, den Polizeidienststellen, Herstellern von Navigationssystemen, anderen Bürgerinitiativen und weiteren Personenkreisen getroffen, um über die verschiedensten zugehörigen Themenpunkte zu sprechen.

Ebenfalls wurden zahlreiche Schreiben versandt. Die Mühlen der Bürokratie mahlen jedoch sprichwörtlich sehr langsam und offizielle Stellen lassen immer wieder berechtigte Fragen und Anregungen unbeantwortet.
Erfreulich ist der Umstand, dass auch in diesem Jahr keine Mitgliedsbeiträge erhoben werden müssen, da ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sind, um auch im kommenden Jahr die Kosten der Initiative zu decken. Anschließend konnten die anwesenden Bürger Fragen stellen, sowie Kritik äußern.
Zahlreiche Gesprächsthemen wurden erörtert und Verbesserungsvorschläge notiert. Hr. Dr. Imhof von der Bürgerinitiative: „Brummis weg vom Stadtring“ hat in Erinnerung gerufen, dass der Mittlere Ring in Würzburg mit ähnlichen Problemen kämpft und eine gemeinsame durchgehend wirksame Beschilderung für diese Verkehrsachse notwendig ist.
Auch kritische Stimmen wurden gehört, wobei nicht immer ein gemeinsamer Konsens gefunden werden konnte. Peter Wagner und Michael Wild haben hierbei Stellung zu verschiedenen Themenkomplexen genommen und Sachverhalte näher erläutert.
Bei den nächsten Treffen des Arbeitskreises werden diese Themenfelder im Detail besprochen.
Hierzu möchte die Bürgerinitiative alle interessierte Personen herzlich einladen.
Die Termine der Treffen werden auf der Homepage: www.ortsumgehung.info rechtzeitig veröffentlicht.

Die Bürgerinitiative dankte den Anwesenden und allen Bürgern für die Unterstützung in den vergangenen Jahren und hat auch für die Zukunft zahlreiche Aktivitäten angekündigt!

Navigationsgeräte – Für unser Problem leider keine Hilfe

Peter Wagner und Michael Wild haben sich im Namen der Bürgerinitiative bei Garmin-Würzburg (ehemals Navigon), über Navigationssysteme und deren Routenführung informiert.
Hr. Herrig und Hr. Fritsche von Garmin waren sehr hilfsbereit und haben unsere zahlreichen Fragen beantwortet.

Mit großer Verwunderung mussten wir jedoch feststellen, dass die auf unserem Streckenabschnitt vorhandene Beschilderung: “Verbot von Durchgangsverkehr für LKW größer 12 Tonnen”, überhaupt nicht in Navigationssystemen angezeigt wird.

Im Jahre 2006 wurde durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, diese vorbenannte Beschilderung eingegliedert und findet seitdem auf vielen problematischen Strecken in Deutschland auch Anwendung.

Allerdings werden diese Verkehrszeichen und die zugehörigen Regelungen, weder in ganz einfachen und preisgünstigen Navigationsgeräten, noch in den teuersten Versionen mit “Truck-Zusatzsoftware” dem Nutzer übermittelt.

Schuld sind jedoch nicht die Hersteller der Navigationsgeräte. Vielmehr werden die notwendigen Informationen von den beiden großen Lieferanten der Datensätze: “Here” und “Teleatlas (TomTom)”, nicht in die elektronischen Karten eingespielt. Diese Datensätze  und zugehörige Zusatzinformationen werden dann an Garmin, Falk, Becker,…verkauft.

Dies bedeutet, dass kein LKW-Fahrer über das Navigationssystem angezeigt bekommt, dass es sich bei unserem Streckenabschnitt um einen speziell beschilderten Bereich handelt und somit auch keine Hinweise erhält, unter welchen Gegebenheiten die Strecke befahren werden darf.

Viele Geräte zeigen unter Umständen die B19 sogar als schnellste Strecke an, wenn es auf der A7 zu zähfließenden Verkehr kommt oder der Nutzer eventuell die kürzeste Route im Navi ausgewählt hat.

Dieser Umstand erklärt ernüchternd, warum bei den ohnehin seltenen LKW-Kontrollen, die Fahrer oftmals Ihr Navigationsgerät als “Entschuldigung” für die möglicherweise widerrechtliche Nutzung des Streckenverlaufes angegeben hatten.

Garmin hat uns weiterhin erläutert, dass es aufgrund der Vielzahl an möglichen Beschilderungen in der Praxis sehr schwierig sei, dies für den Nutzer verständlich umzusetzen. Es gibt zwar Softwarepakete, welche speziell für LKW´s verschiedene Zusatzinformationen bereithalten. Hier können aber auch nur allgemeine und eindeutige Angaben übermittelt werden. Ob die Strecke zum Beispiel für Gefahrguttransporte gesperrt ist oder ob ein LKW-Nachtfahrverbot besteht.

Da es bei unserer Beschilderung darauf ankommt, von welchem Startpunkt ein LKW losfährt, bzw. wo er seine Entladestellen hat und in Abhängigkeit hiervon die Strecke nutzen darf oder nicht, lässt sich das in der Praxis nur schwer in die Kartendatensätze mit einbetten. Leider wird dem Fahrzeugführer auch kein einfacher Hinweis auf die Beschilderung angezeigt.

Garmin selbst kann aus verschiedenen Gründen an den gekauften Datensätzen keine Veränderungen vornehmen.
Wir haben deshalb an die beiden Firmen “Here” und “Teleatlas” Schreiben versandt, in dem wir diesen Umstand näher hinterfragt haben.

Uns bestärkt dies in unserem Bestreben, dass die Beschilderung geändert werden muss!

Wir fordern ein “generelles Durchfahrtsverbot für Lastkraftwagen” mit dem Zusatzschild: „Lieferverkehr frei“
Dies könnte erheblich einfacher in den Navigationsgeräten angezeigt werden und auch Polizeikontrollen wären leichter durchführbar.

Ausdrücklich möchten wir uns bei Hr. Herrig und Hr. Fritsche für Ihre überaus interessanten Informationen bedanken!
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