Treffen mit der Polizei Würzburg-Land

Am 19.05.2017 haben sich Klaus Stuntz (1. Vorsitzender), Peter Wagner (2. Vorsitzender) und Michael Wild (Öffentlichkeitsarbeit) mit Hr. EPHK Schmitt (Dienststellenleiter Polizei Würzburg-Land) und Hr. PHK Schubert getroffen.

Das stetig wachsende LKW-Problem und mögliche Gegenmaßnahmen sind intensiv diskutiert worden. In den letzten Jahren haben im Großraum Würzburg die Anzahl der LKW-Kontrollen in Bereichen mit der Beschilderung: “Verbot von Durchgangsverkehr für LKW mit einem Gesamtgewicht über 12 Tonnen” stetig abgenommen. Die Polizei hat dies hiermit begründet, dass sich die prozentuale Verstoßquote, auch bei geringeren Kontrollanzahlen nicht erhöht hat.

Ebenso gibt es laut Polizeiauskunft auf der Strecke keine vernünftige Möglichkeit, die Lastkraftwagen einer geordneten Kontrolle zu unterziehen. Eine Kontrolle gestaltet sich auch dahingehend schwierig, da nicht für jede Lieferung aussagekräftige Frachtpapiere vorhanden sind und die ohnehin leicht mißzuverstehende Verkehrsregelung dadurch nicht immer eindeutig als Verstoß geahndet werden kann. Trotz alle dem haben wir die Verantwortlichen gebeten, auch in Zukunft zu verschiedensten Tageszeiten Kontrollen durch zu führen.

Ein weiterer Punkt sind die häufigen Stauungen auf der A7 gewesen und die dadurch entstehende Frage, ab wann ein eigentlich nicht zur Durchfahrt befugter LKW die Autobahn verlassen darf, um die B19 als Ausweichstrecke zu nutzen.

Hr. Schubert hat uns erläutert, dass im Regelfall über die Verkehrszentrale in Absprache mit den vor Ort verfügbaren Polizeikräften die Verkehrssituation beurteilt und bei massiven Stauungen auf der Autobahn die Bedarfsumleitungen freigegeben werden.

Erst dann dürfen die nicht zur Durchfahrt berechtigten LKW´ s, welche zum Beispiel über Bayern 3 den Hinweis über die Bedarfsumleitung mitgeteilt bekommen, die Autobahn verlassen. Leider gibt es auch viele Radiosender, welche eigenständige Verkehrsdurchsagen und mögliche Zeitersparnisse bei Nutzung von Alternativstrecken durchgeben und hierdurch Lastkraftwagen unberechtigterweise die Autobahn verlassen.

Ebenso werden über Navigationssystemen Informationen über Ausweichstrecken an die LKW´ s übermittelt, welche zum Anlass genommen werden die Ausweichroute zu nutzen, obwohl die Bedarfsumleitung von der Polizei nicht freigegeben wurde.

Von Seiten der Bürgerinitiative haben wir, wie auch auf der Homepage desöfteren berichtet, eine Änderung der aktuellen Beschilderung hinterfragt.

Aus unserer Sicht wäre ein: „generelles LKW-Durchfahrtsverbot mit der Zusatzbeschilderung: Lieferverkehr frei” das richtige Mittel, um den LKW-Verkehr in den Griff zu bekommen.
Schild Lieferverkehr frei und LKW Durchfahrtsverbot

Dies wurde von der Polizei positiv aufgenommen und bewertet und wir haben dies zum Anlass genommen, erneut ein Schreiben an die zuständigen Behörden zu verfassen. Die Polizeiverantwortlichen haben uns hier auch ihre Unterstützung zugesagt.

Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen für das offene und konstruktive Gespräch!
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