Navigationsgeräte – Für unser Problem leider keine Hilfe

Peter Wagner und Michael Wild haben sich im Namen der Bürgerinitiative bei Garmin-Würzburg (ehemals Navigon), über Navigationssysteme und deren Routenführung informiert.
Hr. Herrig und Hr. Fritsche von Garmin waren sehr hilfsbereit und haben unsere zahlreichen Fragen beantwortet.

Mit großer Verwunderung mussten wir jedoch feststellen, dass die auf unserem Streckenabschnitt vorhandene Beschilderung: „Verbot von Durchgangsverkehr für LKW größer 12 Tonnen“, überhaupt nicht in Navigationssystemen angezeigt wird.

Im Jahre 2006 wurde durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, diese vorbenannte Beschilderung eingegliedert und findet seitdem auf vielen problematischen Strecken in Deutschland auch Anwendung.

Allerdings werden diese Verkehrszeichen und die zugehörigen Regelungen, weder in ganz einfachen und preisgünstigen Navigationsgeräten, noch in den teuersten Versionen mit „Truck-Zusatzsoftware“ dem Nutzer übermittelt.

Schuld sind jedoch nicht die Hersteller der Navigationsgeräte. Vielmehr werden die notwendigen Informationen von den beiden großen Lieferanten der Datensätze: „Here“ und „Teleatlas (TomTom)“, nicht in die elektronischen Karten eingespielt. Diese Datensätze  und zugehörige Zusatzinformationen werden dann an Garmin, Falk, Becker,…verkauft.

Dies bedeutet, dass kein LKW-Fahrer über das Navigationssystem angezeigt bekommt, dass es sich bei unserem Streckenabschnitt um einen speziell beschilderten Bereich handelt und somit auch keine Hinweise erhält, unter welchen Gegebenheiten die Strecke befahren werden darf.

Viele Geräte zeigen unter Umständen die B19 sogar als schnellste Strecke an, wenn es auf der A7 zu zähfließenden Verkehr kommt oder der Nutzer eventuell die kürzeste Route im Navi ausgewählt hat.

Dieser Umstand erklärt ernüchternd, warum bei den ohnehin seltenen LKW-Kontrollen, die Fahrer oftmals Ihr Navigationsgerät als „Entschuldigung“ für die möglicherweise widerrechtliche Nutzung des Streckenverlaufes angegeben hatten.

Garmin hat uns weiterhin erläutert, dass es aufgrund der Vielzahl an möglichen Beschilderungen in der Praxis sehr schwierig sei, dies für den Nutzer verständlich umzusetzen. Es gibt zwar Softwarepakete, welche speziell für LKW´s verschiedene Zusatzinformationen bereithalten. Hier können aber auch nur allgemeine und eindeutige Angaben übermittelt werden. Ob die Strecke zum Beispiel für Gefahrguttransporte gesperrt ist oder ob ein LKW-Nachtfahrverbot besteht.

Da es bei unserer Beschilderung darauf ankommt, von welchem Startpunkt ein LKW losfährt, bzw. wo er seine Entladestellen hat und in Abhängigkeit hiervon die Strecke nutzen darf oder nicht, lässt sich das in der Praxis nur schwer in die Kartendatensätze mit einbetten. Leider wird dem Fahrzeugführer auch kein einfacher Hinweis auf die Beschilderung angezeigt.

Garmin selbst kann aus verschiedenen Gründen an den gekauften Datensätzen keine Veränderungen vornehmen.
Wir haben deshalb an die beiden Firmen „Here“ und „Teleatlas“ Schreiben versandt, in dem wir diesen Umstand näher hinterfragt haben.

Uns bestärkt dies in unserem Bestreben, dass die Beschilderung geändert werden muss!

Wir fordern ein „generelles Durchfahrtsverbot für Lastkraftwagen“ mit dem Zusatzschild: „Lieferverkehr frei“
Dies könnte erheblich einfacher in den Navigationsgeräten angezeigt werden und auch Polizeikontrollen wären leichter durchführbar.

Ausdrücklich möchten wir uns bei Hr. Herrig und Hr. Fritsche für Ihre überaus interessanten Informationen bedanken!
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Treffen mit dem Landrat

Der in der Mainpost veröffentlichte Bericht über die Verkehrsverhältnisse in Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben und die damit verbundene Kritik, hat Hr. Landrat Nuß dazu bewegt, eine Einladung für ein Treffen an uns zu senden.

Als Schwerpunkt werden wir bei diesem Termin die aus unserer Sicht falsche LKW-Beschilderung ansprechen. Wie auf unserer Homepage mehrfach beschrieben, hat sich die aktuelle Beschilderung:
„Verbot von Durchgangsverkehr für LKW > 12 Tonnen“ als schlechte Lösung herausgestellt. Das leicht misszuverstehende Regelwerk, fehlende Polizeikontrollen und fragwürdige Routenführungen von Navigationssystemen, sind unter anderem Ursachen für die Gesamtproblematik.

Des Weiteren sollen aber auch Überlegungen angestellt werden, was in den betreffenden vier Ortschaften für die Verkehrssicherheit der Bevölkerung und für eine Reduzierung der Gesamtfahrzeugmenge getan werden kann.

Wir danken Hr. Landrat Nuß für seine Gesprächsbereitschaft und hoffen auf gute Ergebnisse.
Natürlich werden wir selbige auch wieder veröffentlichen.

 

Brummis weg vom Stadtring!

Gemeinsame Ziele wurden bei einem Treffen zwischen den Bürgerinitiativen:„Brummis weg vom Stadtring“ und unserer gesucht und gefunden.
LKW´s raus aus Würzburg und den Dörfern. Dies ist das große Ziel, welches gefasst wurde.
Gemeinsame Schreiben, weitere Treffen und Aktivitäten werden in den nächsten Monaten folgen.

Treffen mit der Polizei Würzburg-Land

Am 19.05.2017 haben sich Klaus Stuntz (1. Vorsitzender), Peter Wagner (2. Vorsitzender) und Michael Wild (Öffentlichkeitsarbeit) mit Hr. EPHK Schmitt (Dienststellenleiter Polizei Würzburg-Land) und Hr. PHK Schubert getroffen.

Das stetig wachsende LKW-Problem und mögliche Gegenmaßnahmen sind intensiv diskutiert worden. In den letzten Jahren haben im Großraum Würzburg die Anzahl der LKW-Kontrollen in Bereichen mit der Beschilderung: „Verbot von Durchgangsverkehr für LKW mit einem Gesamtgewicht über 12 Tonnen“ stetig abgenommen. Die Polizei hat dies hiermit begründet, dass sich die prozentuale Verstoßquote, auch bei geringeren Kontrollanzahlen nicht erhöht hat.

Ebenso gibt es laut Polizeiauskunft auf der Strecke keine vernünftige Möglichkeit, die Lastkraftwagen einer geordneten Kontrolle zu unterziehen. Eine Kontrolle gestaltet sich auch dahingehend schwierig, da nicht für jede Lieferung aussagekräftige Frachtpapiere vorhanden sind und die ohnehin leicht mißzuverstehende Verkehrsregelung dadurch nicht immer eindeutig als Verstoß geahndet werden kann. Trotz alle dem haben wir die Verantwortlichen gebeten, auch in Zukunft zu verschiedensten Tageszeiten Kontrollen durch zu führen.

Ein weiterer Punkt sind die häufigen Stauungen auf der A7 gewesen und die dadurch entstehende Frage, ab wann ein eigentlich nicht zur Durchfahrt befugter LKW die Autobahn verlassen darf, um die B19 als Ausweichstrecke zu nutzen.

Hr. Schubert hat uns erläutert, dass im Regelfall über die Verkehrszentrale in Absprache mit den vor Ort verfügbaren Polizeikräften die Verkehrssituation beurteilt und bei massiven Stauungen auf der Autobahn die Bedarfsumleitungen freigegeben werden.

Erst dann dürfen die nicht zur Durchfahrt berechtigten LKW´ s, welche zum Beispiel über Bayern 3 den Hinweis über die Bedarfsumleitung mitgeteilt bekommen, die Autobahn verlassen. Leider gibt es auch viele Radiosender, welche eigenständige Verkehrsdurchsagen und mögliche Zeitersparnisse bei Nutzung von Alternativstrecken durchgeben und hierdurch Lastkraftwagen unberechtigterweise die Autobahn verlassen.

Ebenso werden über Navigationssystemen Informationen über Ausweichstrecken an die LKW´ s übermittelt, welche zum Anlass genommen werden die Ausweichroute zu nutzen, obwohl die Bedarfsumleitung von der Polizei nicht freigegeben wurde.

Von Seiten der Bürgerinitiative haben wir, wie auch auf der Homepage desöfteren berichtet, eine Änderung der aktuellen Beschilderung hinterfragt.

Aus unserer Sicht wäre ein: „generelles LKW-Durchfahrtsverbot mit der Zusatzbeschilderung: Lieferverkehr frei“ das richtige Mittel, um den LKW-Verkehr in den Griff zu bekommen.
Schild Lieferverkehr frei und LKW Durchfahrtsverbot

Dies wurde von der Polizei positiv aufgenommen und bewertet und wir haben dies zum Anlass genommen, erneut ein Schreiben an die zuständigen Behörden zu verfassen. Die Polizeiverantwortlichen haben uns hier auch ihre Unterstützung zugesagt.

Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen für das offene und konstruktive Gespräch!
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Rückblick auf das Sit-In in Unterpleichfeld

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Bei sonnigem Wetter haben sich am 12.05.2017 Anhänger unserer Bürgerinitiative in Unterpleichfeld getroffen, um auch in diesem Jahr durch stillen Protest auf die Verkehrsproblematik hinzuweisen. Mit Schildern und Plakaten wurde den vorbeifahrenden Kraftfahrzeugen angezeigt, dass die Lage nicht erträglich ist.

Die Initiative lebt!

 

Einladung zum Sit-In (Freitagstreff) am 12.05.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit laden wir Sie herzlich zu unserem nächsten Sit-In (Freitagstreff) am 12.05.2017 um 15:00 ein. Wir treffen uns diesmal gegenüber des Gasthauses Bötsch (Ecke Bachgasse/B19) in Unterpleichfeld.
Für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Feinstaubbelastung am Stadtring

Das vor einem Jahr eingeführte LKW-Fahrverbot am Stadtring-Süd zeigt aufgrund der Ausnahmeregelungen nur wenig Wirkung.
Hr. Dr. Imhof von der Bürgerinitiative: „Brummis weg vom Stadtring“, hat dies auch in einem aktuellen Zeitungsbericht angemahnt.

Die Feinstaubwerte in Würzburg werden kontinuierlich überschritten und die Maßnahmen der Stadt lassen zu wünschen übrig.

Der Stadtring-Süd und unser Streckenabschnitt haben eine direkte Beziehung zueinander.
Sinkt der LKW-Verkehr am Stadtring, wird auch unser Durchgangsverkehr tendenziell abnehmen.

Rekordfahrzeugmenge an der Dauerzählstelle Eßleben

Am Samstag, den 20.08.2016 kam es an der Dauerzählstelle zwischen Eßleben und Werneck zu einem Spitzenwert. Innerhalb von 24 Stunden sind hier 20990 KFZ erfasst worden. An diesem Wochenende wurde die parallel verlaufende A7, aufgrund von Bauarbeiten einseitig gesperrt. Der Verkehr ist damals unter Mithilfe der Polizei über die Ortschaften abgeleitet worden.

Die aktuellen Verkehrsmengen aller bayerischen Dauerzählstellen wurden nun veröffentlicht.

Aufgrund von langwierigen Sanierungsmaßnahmen, werden sich die Anwohner der betroffenen Ortschaften, auch weiterhin auf starken Umleitungsverkehr einrichten müssen.

Verkehrszählung 2015

Aus der Verkehrszählung 2015 wurden die Verkehrsmengen für die Autobahnen veröffentlicht.
Hieraus wird ersichtlich, dass zwischen dem Kreuz Schweinfurt/Werneck und der Autobahnanschlussstelle Estenfeld, für eine vierspurige Strecke eine relativ hohe Verkehrsmenge unterwegs ist (eingekreister roter Bereich).
Verkehrsmengenkarte 2015 BAB Auszug A7

Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke liegt zwischen der AS Gramschatz und der AS Estenfeld bei ca. 62400 KFZ. 16,6% hiervon sind dem Schwerverkehr (Busse, Lkw > 3,5 t zul. Gesamtgewicht mit und ohne Anhänger, Sattelzüge) zuzurechnen.

Der dringend benötigte sechsspurige Ausbau der A7 zwischen Schweinfurt/Werneck und dem Autobahnkreuz Biebelried ist im Bundesverkehrswegeplan 2015 (2030) trotzdem nur im „Weiteren Bedarf mit Planungsrecht“.
Mit dieser Einstufung ist ein Ausbau der A7 in weite Ferne gerückt.

In den nächsten Wochen sollen auch die Auswertungen der anderen Straßenklassifizierungen (Bundesstraßen, Staatsstraßen, …) veröffentlicht werden.
Sobald diese Ergebnisse bekannt sind, werden wir hierüber berichten.