Neubau der Autobahnbrücken A7 zwischen Schweinfurt und Biebelried

Seit einigen Jahren wurden insgesamt sechs Brückenbauwerke in sechsspuriger Ausführung zwischen Schweinfurt und Biebelried auf der A7 neu errichtet, welche in den vergangenen Jahren zu zähfließendem Verkehr und den beschriebenen Folgen führten und führen.

Wie ist der Stand dieser Baumaßnahmen und wann werden hierdurch keine Verkehrsbehinderungen mehr erzeugt?

In Fahrtrichtung von Norden nach Süden kommend gibt es in unserem Bereich diese Brückenbauwerke:

Talbrücke Stettbach – voraussichtlich Sommer 2026 abgeschlossen

Talbrücke Schraudenbach – Baumaßnahme abgeschlossen

Talbrücke Werntal – Baumaßnahme abgeschlossen

Talbrücke Pleichach – Baumaßnahme abgeschlossen

Talbrücke Kürnach – Baumaßnahme abgeschlossen

Talbrücke Rothof – Baumaßnahme abgeschlossen

Fünf von sechs Brücken wurden bereits fertiggestellt und haben während der jahrelangen Bauphase, einen zusätzlichen Ausweichverkehr auf der B19 erzeugt.

Grundsätzlich unterstützen wie als Bürgerinitiative den Ausbau der A7. Ebenso haben wir uns dafür stark gemacht, dass der sechsspurige Ausbau des A7 zwischen dem Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck und dem Autobahnkreuz Biebelried in den Bundesverkehrswegeplan 2015 mit aufgenommen wird. Leider ist die Baumaßnahme nur über Umwege in den Bundesverkehrswegeplan gelangt und leider auch nur im „erweiterten Bedarf mit Planungsrecht“.

Dies bedeutet zwar, dass Planungen für den sechsspurigen Ausbau bereits beginnen können, die eigentliche Baumaßnahme jedoch frühestens in den 30er Jahren beginnen kann, sofern diese dann im Bundesverkehrswegeplan 2030 enthalten sein wird.

Die Ortschaften werden in den kommenden Jahren somit noch viel Zusatzverkehr ertragen müssen, welcher aus verschiedensten Gründen von der A7 auf die B19 abfließt.
Ebenso wird der Güterverkehr auf der Straße in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen.

Vollsperrung der B19 zwischen Unterpleichfeld und Bergtheim

Wie das staatliche Bauamt mitgeteilt hat, wird die B19 zwischen Unterpleichfeld und Bergtheim ab Mitte März, aufgrund von Sanierungsmaßnahmen vollgesperrt sein.

Der Umleitungsverkehr wird über Oberpleichfeld und andere Ortschaften geführt.
Wir empfehlen ebenso die A7 als Umleitungsstrecke.

Der Zeitraum der Sperrung ist aktuell noch unbestimmt.

Teile der A7 im Planfeststellungsverfahren

Die Regierung von Unterfranken hat in einer öffentlichen Bekanntmachung mitgeteilt, dass Streckenabschnitte der A7 zwischen dem Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck und dem Autobahnkreuz Biebelried, dem Planfeststellungsverfahren überführt werden.
Im Detail handelt es sich hierbei um diese Bereiche:

-Sechsstreifiger Ausbau der Bundesautobahn A 7 (Fulda – Würzburg) im Abschnitt nördlich Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck – nördlich Tank- und Rastanlage Riedener Wald (Bau-km 638+000 bis Bau-km 646+000)

-Sechsstreifiger Ausbau der Bundesautobahn A7 (Fulda – Würzburg) im Abschnitt südlich Anschlussstelle Würzburg/Estenfeld – Autobahnkreuz Biebelried (Bau-km660+200 bis Bau-km 668+450 linke Fahrbahn / 669+350 rechte Fahrbahn)

Der sechsstreifige Ausbau der A7 zwischen dem Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck und dem Autobahnkreuz Biebelried, ist im „erweiterten Bedarf mit Planungsrecht“ des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes. Somit können Planungsmaßnahmen erfolgen. Die eigentliche Realisierung des Ausbaus kann jedoch erst erfolgen, wenn das Bauvorhaben im „vordringlichen Bedarf“ eingestuft ist.

Es ist fraglich, ob diese Hochstufung im nächsten Bundesverkehrswegeplan erfolgen wird, da deutschlandweit viele ähnliche Engstellen auf Autobahnen vorhanden sind.

Die einzelnen Phasen zur Realisierung einer solchen Baumaßnahme können Sie hier einsehen

Viele ortsfremde Fahrzeuge auf der B19

 

Jede Person, die häufig auf der B19 zwischen Unterpleichfeld und Werneck unterwegs ist, hat in den vergangenen Jahren festgestellt, dass Gewerbegebiete gebaut, oder erweitert wurden.

Für die Bevölkerung wird dadurch auch die Attraktivität der Ortschaften, durch ein reichhaltigeres Angebot an Discountern, Verkaufsstätten, usw. erhöht und auch für die Gemeinden kommen Mehreinnahmen durch die anfallenden Gewerbesteuern zustande, welche wiederum in den Ausbau der Infrastruktur, der Schaffung von Kindergartenplätzen, oder zur Erhaltung der gemeindlichen Anlagen gesteckt werden können.

Dies unterstützen wir als Bürgerinitiative auch prinzipiell und wollen der Strukturentwicklung nicht im Wege stehen.

Leider erhöhen manche Gewerbebetriebe auch spürbar das Verkehrsaufkommen und dies geht leider zu Lasten der Anwohner der B19 und im Weiteren auch der Gesamtbevölkerung.

Wenn man die Augen nicht verschließt und sich regelmäßig die Nummernschilder der durchfahrenden Kraftfahrzeuge anschaut, so stellt man sehr schnell fest, dass zum Beispiel an der Jet-Tankstelle in Unterpleichfeld  sehr häufig ortsfremde Fahrzeuge stehen und zu günstigen Preisen Treibstoff tanken.

Wer selbst des Öfteren auf den Autobahnen unterwegs ist und über die Routenführung des Kraftfahrzeuges, oder dem Handy geleitet wird, bekommt über entsprechend Apps auch die kostengünstigen Tankstellen in der Nähe angezeigt.
Wenn dann noch hinzukommt, dass die Strecke auf der autobahnparallelen B19 kürzer ist, als die Fahrstrecke auf der A7, so reift bei vielen Fahrzeuglenkern mit niedriger Tankfüllung die Entscheidung, die Autobahn an der Autobahnanschlussstelle Schweinfurt/Werneck zu verlassen, die autobahnparallele B19 durch die Ortschaften Eßleben, Opferbaum, Bergtheim und Unterpleichfeld zu durchfahren, das Fahrzeug in Unterpleichfeld zu betanken und an der Autobahnanschlussstelle Estenfeld wieder auf die A7 aufzufahren.
Das gleiche gilt entsprechend auch für die entgegengesetzte Fahrtrichtung.

Auch häufige Gespräche mit den Menschen beim Tankvorgang, bestätigen diesen Eindruck.

Ein aktueller Preisvergleich zeigt anschaulich die Unterschiede zwischen den Treibstoffkosten, welche auf Autobahnraststätten aufgerufen werden und jene, welche an günstigen Tankstellen im ländlichen Bereich angeboten werden.

Am 30.12.2023 wurden in der Mittagszeit an der Autobahntankstelle A7 Riedener Wald Ost  2,07 Euro für den Liter Diesel und 2,39 Euro für den Liter Super Plus aufgerufen.

An der Tankstelle in Unterpleichfeld sind es im gleichen Zeitraum 1,61 Euro für den Liter Diesel und 1,83 für den Liter Super Plus gewesen.

Bei einer durchschnittlichen Tankfüllung können hier leicht Differenzen von 30 Euro oder mehr entstehen.

Wir wollen mit dieser Zustandsbeschreibung keine Wertung vornehmen.
Es geht uns nicht darum der Tankstelle, anderen Gewerbetreibenden, oder gar den Fahrzeuglenkern einen Vorwurf zu machen.

Wir wollen lediglich auf die ohnehin angespannte Verkehrssituation hinweisen und feststellen, dass jedes Gewerbe auch mehr Verkehr bedeutet und die Allgemeinaussage, dass sich der Verkehr auf die A7 verlagern würde, unter diesen Gegebenheiten nicht richtig sein kann.

Diese Fahrzeugmengen addieren sich zum täglichen Durchgangsverkehr und zu jenem Zusatzverkehr welcher entsteht, wenn aufgrund von Stauungen auf der A7 die Fahrzeuglenker auf die B19 ausweichen, obwohl hier oftmals kein messbarer Zeitgewinn vorhanden ist.

BI B19 stellt sich bei Landrat Eberth vor

Mitglieder der Bürgerinitiative B19, welche sich für eine Verkehrsberuhigung der Ortschaften Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben einsetzen, haben sich am 3.Februar mit dem Landrat des Landkreises Würzburg, Thomas Eberth getroffen.
Am Gespräch nahmen des Weiteren Hr. Beck, Leiter des Fachbereiches
Verkehrswesen und Zulassungsstelle, sowie dessen Stellvertreterin Fr. Küsel, sowie die Leiterin des Geschäftsbereiches Gesundheit und Verbraucherschutz, Fr. Opfermann teil.
Zunächst hat Michael Wild, zweiter Vorsitzender der Bürgerinitiative einen Überblick über die Aktivitäten, sowie Ziele der BI gegeben. Lärm, Luftschadstoffe und die permanente Verkehrsgefährdung durch die täglichen
Verkehrsmengen sind speziell für die Anwohner, aber auch für die gesamten Ortschaften nur schwer zu ertragen. Neben dem langfristigen Ziel, durch Ortsumgehungen den Durchgangsverkehr gänzlich aus den Durchgangsstraßen zu verlagern, gibt es zahlreiche Verbesserungsvorschläge, um kurz- und mittelfristig eine Entlastung für die Anwohner zu bewirken. Stationäre Geschwindigkeitsmessstellen, weitere Ampelanlagen und
Querungshilfen, Tempobegrenzungen inner- und außerorts, sowie regelmäßige Polizeikontrollen des Schwerlastverkehrs, wurden unter anderem benannt.
Außerdem hat die BI vorgeschlagen, die aktuelle Verbotsbeschilderung für den Schwerverkehr, welche einer Vielzahl von LKW´s die Durchfahrt ermöglicht, durch ein generelles Durchfahrtsverbot für Kraftfahrzeuge
größer 3,5 Tonnen mit der Zusatzbeschilderung Lieferverkehr frei zu ersetzen. Dies würde eine erhebliche Entlastung für die Ortschaften mit sich bringen und zahlreiche Verkehrsteilnehmer auf die parallel verlaufende
Autobahn umleiten.
Die BI bemängelte, dass der sechsspurige Ausbau der A7 im aktuellen Bundesverkehrswegeplan nicht im vordringlichen Bedarf eingestuft gewesen ist. Hierdurch wird diese notwendige Baumaßnahme vermutlich noch
Jahrzehnte auf sich warten lassen.
Auch Landrat Eberth äußerte sich verhalten hierüber und befürchtet, dass aufgrund der aktuellen politischen Entwicklung diese Baumaßnahme eventuell auch langfristig betrachtet, nicht umgesetzt werden könnte.
Thematisiert wurde ebenso die aktuelle Diskussion um Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen. Mehr als 480 Städte und Gemeinden sind deutschlandweit bereits dem Bündnis „Lebenswerte Städte und Gemeinden“
beigetreten. Ziel dieser Initiative ist unter anderem, ein umweltverträgliches Geschwindigkeitsniveau auf Hauptverkehrsstraßen durchzusetzen und die Entscheidungsgewalt hierüber in städtischer und gemeindlicher Hand zu geben. Die Attraktivität von Gemeinden und Städten, sowie die Lebensqualität der Anwohner, ist auch maßgeblich von den Richtgeschwindigkeiten der Kraftfahrzeuge abhängig.
Geringere Geschwindigkeiten gehen im Regelfall auch immer mit reduzierten Schadstoffbelastungen, einer Verminderung der Lärmintensität und einer Erhöhung der Verkehrssicherheit einher.
Auch die Gemeinden Unterpleichfeld und Bergtheim sind zwischenzeitlich dem Bündnis beigetreten.
Peter Wagner, Vorsitzender der BI und in Opferbaum wohnhaft, appellierte dass auch in Opferbaum eine Ampelanlage dringend erforderlich ist. Es ist nicht nachvollziehbar, wieso in einer so stark befahrenen Ortschaft keine Möglichkeit zur sicheren Überquerung der Straße vorhanden sei.
Gerade für Schulkinder und ältere Anwohner stellt das Überqueren ein hohes Risiko dar.
Das Landratsamt wurde gebeten hier positiv Einfluss zu nehmen und einen Ampelbau aktiv zu unterstützen.
Robert Wild aus Unterpleichfeld hat dafür plädiert, am südlichen Ortseingang von Unterpleichfeld das Ortsschild auf Höhe der Einfahrt des Gewerbegebietes zu versetzen, da zahlreiche Verkehrsteilnehmer nach der Lichtsignalanlage wieder deutlich beschleunigen und mit überhöhter Geschwindigkeit in den Orteinfahren.
Dem Landratsamt sind hier jedoch die Hände gebunden, da aufgrund gesetzlicher Vorgaben das Ortsschild aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht versetzt werden könne. Landrat Eberth steht dem Vorhaben jedoch positiv gegenüber und möchte eine Stellungnahme an die entsprechende Behörde versenden, um hierdurch die Versetzung des Ortsschildes zu unterstützen.
Der Landrat hat die Probleme und Sorgen, welche die Gemeinden durch diese Verkehrsbelastung haben konstruktiv aufgenommen und Hilfe und Unterstützung zugesagt.
Die Bürgerinitiative bedankte sich bei Landrat Eberth und dessen Kolleginnen und Kollegen für das offene und ehrliche Gespräch, welches von allen Seiten als positiv empfunden wurde.


von links nachr rechts: Landrat Thomas Eberth, Robert Wild (BI), Michael Wild (BI), Sebastian Beck (LRA), Peter Wagner (BI)

Deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen in Unterpleichfeld

Ein Jahr lang wurden die Geschwindigkeiten am östlichen Ortseingang von Unterpleichfeld gemessen und gespeichert. Der Geschwindigkeitsanzeiger war hierbei ca. 100 Meter hinter dem Ortsschild angebracht. Von Oberpleichfeld kommend, wurden dabei folgende Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. 68,3% aller gemessenen Fahrzeuge sind schneller als 50 kmh gewesen.

Das schnellste Fahrzeug hatte eine Geschwindigkeit von 142 kmh.

Leider fahren mehr als zwei Drittel aller Fahrzeugführer schneller als die vorgeschriebenen 50 kmh.

Ein Ergebnis, dass die meisten so vermutlich nicht erwartet hätten und aufzeigt, dass eine Tempoverschärfung auf 30 kmh auf allen Ortsstraßen nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen, sondern auch den Lärm und die Schadstoffbelastung verringern würde.