Alle Artikel von Admin

Einladung zu einer Infoveranstaltung über die Verkehrssituation in und um Würzburg

Informationsveranstaltung zur Verkehrssituation in Würzburg und Umgebung

                     Die Bürgerinitiative „Brummis weg vom Stadtring“ lädt ein zu einer

Gesprächsrunde am 18. Oktober um 19:00 Uhr im
                                     Hotel Franziskaner, Franziskanerplatz 2, 97070 Würzburg

http://www.franziskaner-wuerzburg.de

Angesichts der extrem schlechten Luftverhältnisse im Stadtgebiet Würzburg, der seit Jahren regelmäßig erhöhten krebserregenden Stickoxidwerte am Stadtring Süd (eine der am meisten mit Schadstoffemissionen belasteten Verkehrstrassen in Bayern), an  der Nordtangente und im Bereich Theaterstr./Bahnhofstr. („Giftrinne“), will unsere Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit Verbänden, Initiativen und Parteien in Würzburg sowie aus den Umlandgemeinden zu einem

                                                                         „Jahr des Zorns 2018“

 aufrufen.

Der LKW-Durchfahrtsverkehr im Bereich des Mittleren Rings sowie in den nördlichen Umlandgemeinden an der B 19 ist weiterhin inakzeptabel hoch. Fahrverbote haben aufgrund zahlreicher Ausnahmetatbestände zu keiner signifikanten Verbesserung geführt.

Wir möchten gemeinsame Aktionspläne für das Jahr 2018 besprechen, ggf. auch die Einleitung rechtlicher Schritte.
Die Bürgerinitiative bittet alle interessierten Bürger aus Würzburg und den Umlandgemeinden zur aktiven Teilnahme. Es geht um die zukünftige verkehrspolitische Entwicklung unserer Stadt und die Gesundheit aller.

Rückblick auf den Informationsabend

Mehr als 70 Interessierte haben sich im September in Bergtheim eingefunden, um über die Verkehrsproblematik an der B19, zwischen Werneck und Unterpleichfeld zu diskutieren. Die Eröffnungsrede wurde vom Vorsitzenden der Bürgerinitiative (BI), Klaus Stuntz gehalten.
Wochen zuvor wurde in einem Zeitungsbericht und von einem Würzburger TV-Sender darüber berichtet, dass durch den sechsspurigen Ausbau der A7, mit einer spürbaren Verkehrsentlastung für die B19 zu rechnen ist.
Diesen Aussagen wurde in der Rede entgegengestellt, dass die Erweiterung der Autobahn frühestens im Jahre 2030 beginnen kann, da die Baumaßnahme im aktuellen Bundesverkehrswegeplan nur im “erweiterten Bedarf mit Planungsrecht” eingestuft ist. Zum sicheren Bau ist es jedoch notwendig im “vordringlichen Bedarf” eingegliedert zu sein. Das bedeutet, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die finanziellen Mittel für den Ausbau bis zum nächsten Bundesverkehrswegeplan, welcher voraussichtlich im Jahre 2030 veröffentlicht werden wird, nicht zur Verfügung stehen werden.
Der Baubeginn kann somit frühestens nach dem Jahre 2030 erfolgen und auch nur dann, wenn die Strecke in den „vordringlichen Bedarf“ hochgestuft wird. Es wird dann abermals 10 oder mehr Jahre dauern, bis die Baumaßnahme komplett fertig sein könnte.
Wir reden also davon, dass in frühestens 20-25 Jahren die mögliche versprochene Entlastung eintritt. Bis zum Jahr 2030 wird ein Zuwachs der Güterverkehrsleistung von 38% gegenüber dem Jahr 2010 prognostiziert.
Ebenso steigt die Quote im allgemeinen Personenverkehr stetig. Aus Sicht der BI ist es nicht seriös den Menschen in den Ortschaften zu versprechen, dass in frühestens 20-25 Jahren eine Verkehrsentlastung eintritt, für die es auch keine Belege gibt.
Es wurden bereits mehrmals an das Bundesverkehrsministerium Schreiben versandt und um seriöse Verkehrsstudien für die Entlastungsbehauptungen gebeten. Bis heute wurde auf diese Fragen nicht eingegangen und man kann daraus nur den Schluss ziehen, dass es Hoffnungen und Mutmaßungen sind, welche hier geäußert werden.
Die Bürgerinitiative hat keinen Beleg für die versprochene und spürbare Entlastung durch den Autobahnausbau! Solche Äußerungen müssen durch anerkannte Verkehrsprognosen belegt werden. Es kann auch nicht von der Bevölkerung erwartet werden, dass abermals Jahrzehnte ins Land ziehen um dann festzustellen, dass der Ausbau doch nicht die gewünschte spürbare entlastende Wirkung gebracht hat.
Um die LKW-Problematik in den Griff zu bekommen, wurde von der BI abermals der Vorschlag vorgebracht, wie der Durchgangsverkehr schnell und spürbar gesenkt werden könnte: Die aktuelle Beschilderung: „Verbot von LKW-Durchgangsverkehr größer 12 Tonnen“, müsste durch ein „Generelles Durchfahrtsverbot für LKW mit dem Zusatzschild: Lieferverkehr frei“ ersetzt werden.
Die aktuelle Beschilderung lässt aufgrund von gesetzlichen Regelungen und Ausnahmebedingungen (75KMRegel), zu viele Lastkraftwagen legal die Strecke zur reinen Durchfahrt nutzen, obwohl die A7 parallel verläuft. Ebenso kann die momentane Beschilderung in den Navigationssystemen nicht angezeigt werden und es erfolgt für den Fahrer kein Hinweis auf ein mögliches Durchfahrtsverbot.
Die Änderung der Beschilderung hätte zur Folge, dass Lastkraftwagen welche die B19 rein zur Durchfahrt nutzen, auf die Autobahn verdrängt werden würden und nur der wirkliche Lieferverkehr die Strecke befahren dürfte. Diese Maßnahme würde eine erhebliche Reduzierung des LKW-Anteils erzeugen und die Polizei könnte aufgrund der klaren Rechtslage auch einfacher die Verstöße ahnden.

Ein weiterer Grund für die werktäglich 800 Lastkraftwagen ist, dass viele Fahrzeugführer irrtümlich der Meinung sind die Strecke nutzen zu dürfen, da eine falsche Auslegung der Regelung zu Grunde liegt. Eine Verkehrsregelung, welche von einem „…Gebiet innerhalb eines Umkreises von 75 km, gerechnet in der Luftlinie vom Mittelpunkt des zu Beginn einer Fahrt ersten Beladeortes des jeweiligen Fahrzeugs…“ spricht, muss in der Praxis auch missverstanden werden.
Zum Beispiel darf Schwerlastverkehr, welcher von Mellrichstadt zum hoch frequentierten Speditionspark nach Kürnach möchte, die gesperrte Strecke nutzen. Ein LKW, der vom 20KM weiter entfernten Meiningen oder von einem noch weiter gelegenen Punkt losfährt, dagegen nicht. Deutschlandweit gibt es zahlreiche Berichte darüber, dass diese Beschilderung nicht den gewünschten Erfolg erzielt und allzu oft zu Fehlinterpretationen führt.
Außerdem müsste bei der aktuellen Beschilderung die Gewichtsbeschränkung auch von 12 Tonnen auf 7,5 Tonnen abgesenkt werden, da auch diese Lastkraftwagen seit geraumer Zeit bemautet werden und selbige zusätzlich die B19 als günstige Ausweichstrecke nutzen.

Ab Juli 2018 wird auf alle Bundesstraßen in Deutschland die LKW-Maut ausgeweitet. Sollte auch diese Maßnahme keine spürbare Entlastung bewirken, muss die Politik endlich handeln und wirksame Regelungen erlassen. Die Nutzung der Strecke durch den Schwerverkehr, wird jedoch aus verschiedensten Gründen auch nach der Einführung dieser flächendeckenden LKW-Maut attraktiv bleiben.
Deshalb geht die Bürgerinitiative von keiner spürbaren Entlastung nach dem benannten Datum aus.

Navigationssysteme in PKW´s und LKW´s stellen ein generelles Problem dar, da bereits bei leicht zähfließenden Verkehr auf den Autobahnen, die Ausweichstrecken angezeigt und leichte Zeitersparnisse bei Nutzung der B19 in Aussicht gestellt werden. Lastkraftwagen, welche eigentlich die Strecke nicht nutzen dürfen, fühlen sich überdies durch Radiodurchsagen privater Sender berechtigt die Ausweichroute zu befahren, obwohl die Polizei die über die B19 führende Bedarfsumleitung nicht offiziell geöffnet hat.

Auch die Herabstufung der Bundesstraße zu einer Staatsstraße wurde in der Rede thematisiert. Die Initiative ist sich sicher, dass eine Umgehungsstraße fast unmöglich ist, solange es sich um eine Bundesstraße handelt. Verschiedene Umstände sind hierfür verantwortlich. Eine Herabstufung wäre auch keine unberechtigte Forderung. Große Teile der B19, welche zwischen Schweinfurt und Meiningen parallel zur A71 verlaufen, sind bereits zu einer Staatsstraße herabgestuft worden.
Ein ähnlicher paralleler Verlauf zur A7, ist auch zwischen Werneck und Unterpleichfeld gegeben und somit vergleichbar. Die Baulast würde vom Bund auf den Freistaat übergehen und im Sonderbaulastverfahren wäre eine Realisierung von Umgehungen möglich.

Letztlich wurde auch über die Sanierung der Ortsdurchfahrten von Unterpleichfeld und Bergtheim berichtet. Vereinzelte Hochbordsteine erhöhen zwar die Sicherheit, allerdings ist auch die Geschwindigkeit innerorts aufgrund des neuen ebenen Fahrbahnbelages eher angestiegen. Es werden weitere zusätzliche Maßnahmen notwendig sein, um die Geschwindigkeit bereits am Ortseingang zu verringern. Der Kreisel vor Bergtheim und die Ampelanlage am Gewerbegebiet in Unterpleichfeld könnten einen dämpfenden Effekt haben.
Allerdings wird sich hierdurch die Anzahl der Fahrzeuge kaum verringern. Auch die von den offiziellen Stellen versprochenen innerörtlichen Verbesserungen für Opferbaum und Eßleben lassen leider weiter auf sich warten.

Enttäuscht zeigte sich die Bürgerinitiative auch darüber, dass sie bei einem jüngst stattgefundenen Gespräch zwischen dem Landrat, den Bürgermeistern von Unterpleichfeld und Bergtheim, sowie Vertretern des staatlichen Bauamtes in Würzburg, in dem es um die Sanierung der Ortsdurchfahrten gegangen ist, ausdrücklich nicht geladen gewesen ist.
Kritische Stimmen hätten die Atmosphäre und die daraus resultierenden Presseberichte wohl gestört und beeinflusst.

Im Anschluss an die Rede hat Robert Wild über die Arbeit der Bürgerinitiative berichtet. Die BI hat sich in den vergangenen Jahren, teilweise auch mehrmals, mit Vertretern von Ministerien, dem Landrat, Lokalpolitikern, den Polizeidienststellen, Herstellern von Navigationssystemen, anderen Bürgerinitiativen und weiteren Personenkreisen getroffen, um über die verschiedensten zugehörigen Themenpunkte zu sprechen.

Ebenfalls wurden zahlreiche Schreiben versandt. Die Mühlen der Bürokratie mahlen jedoch sprichwörtlich sehr langsam und offizielle Stellen lassen immer wieder berechtigte Fragen und Anregungen unbeantwortet.
Erfreulich ist der Umstand, dass auch in diesem Jahr keine Mitgliedsbeiträge erhoben werden müssen, da ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sind, um auch im kommenden Jahr die Kosten der Initiative zu decken. Anschließend konnten die anwesenden Bürger Fragen stellen, sowie Kritik äußern.
Zahlreiche Gesprächsthemen wurden erörtert und Verbesserungsvorschläge notiert. Hr. Dr. Imhof von der Bürgerinitiative: „Brummis weg vom Stadtring“ hat in Erinnerung gerufen, dass der Mittlere Ring in Würzburg mit ähnlichen Problemen kämpft und eine gemeinsame durchgehend wirksame Beschilderung für diese Verkehrsachse notwendig ist.
Auch kritische Stimmen wurden gehört, wobei nicht immer ein gemeinsamer Konsens gefunden werden konnte. Peter Wagner und Michael Wild haben hierbei Stellung zu verschiedenen Themenkomplexen genommen und Sachverhalte näher erläutert.
Bei den nächsten Treffen des Arbeitskreises werden diese Themenfelder im Detail besprochen.
Hierzu möchte die Bürgerinitiative alle interessierte Personen herzlich einladen.
Die Termine der Treffen werden auf der Homepage: www.ortsumgehung.info rechtzeitig veröffentlicht.

Die Bürgerinitiative dankte den Anwesenden und allen Bürgern für die Unterstützung in den vergangenen Jahren und hat auch für die Zukunft zahlreiche Aktivitäten angekündigt!

Navigationsgeräte – Für unser Problem leider keine Hilfe

Peter Wagner und Michael Wild haben sich im Namen der Bürgerinitiative bei Garmin-Würzburg (ehemals Navigon), über Navigationssysteme und deren Routenführung informiert.
Hr. Herrig und Hr. Fritsche von Garmin waren sehr hilfsbereit und haben unsere zahlreichen Fragen beantwortet.

Mit großer Verwunderung mussten wir jedoch feststellen, dass die auf unserem Streckenabschnitt vorhandene Beschilderung: “Verbot von Durchgangsverkehr für LKW größer 12 Tonnen”, überhaupt nicht in Navigationssystemen angezeigt wird.

Im Jahre 2006 wurde durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, diese vorbenannte Beschilderung eingegliedert und findet seitdem auf vielen problematischen Strecken in Deutschland auch Anwendung.

Allerdings werden diese Verkehrszeichen und die zugehörigen Regelungen, weder in ganz einfachen und preisgünstigen Navigationsgeräten, noch in den teuersten Versionen mit “Truck-Zusatzsoftware” dem Nutzer übermittelt.

Schuld sind jedoch nicht die Hersteller der Navigationsgeräte. Vielmehr werden die notwendigen Informationen von den beiden großen Lieferanten der Datensätze: “Here” und “Teleatlas (TomTom)”, nicht in die elektronischen Karten eingespielt. Diese Datensätze  und zugehörige Zusatzinformationen werden dann an Garmin, Falk, Becker,…verkauft.

Dies bedeutet, dass kein LKW-Fahrer über das Navigationssystem angezeigt bekommt, dass es sich bei unserem Streckenabschnitt um einen speziell beschilderten Bereich handelt und somit auch keine Hinweise erhält, unter welchen Gegebenheiten die Strecke befahren werden darf.

Viele Geräte zeigen unter Umständen die B19 sogar als schnellste Strecke an, wenn es auf der A7 zu zähfließenden Verkehr kommt oder der Nutzer eventuell die kürzeste Route im Navi ausgewählt hat.

Dieser Umstand erklärt ernüchternd, warum bei den ohnehin seltenen LKW-Kontrollen, die Fahrer oftmals Ihr Navigationsgerät als “Entschuldigung” für die möglicherweise widerrechtliche Nutzung des Streckenverlaufes angegeben hatten.

Garmin hat uns weiterhin erläutert, dass es aufgrund der Vielzahl an möglichen Beschilderungen in der Praxis sehr schwierig sei, dies für den Nutzer verständlich umzusetzen. Es gibt zwar Softwarepakete, welche speziell für LKW´s verschiedene Zusatzinformationen bereithalten. Hier können aber auch nur allgemeine und eindeutige Angaben übermittelt werden. Ob die Strecke zum Beispiel für Gefahrguttransporte gesperrt ist oder ob ein LKW-Nachtfahrverbot besteht.

Da es bei unserer Beschilderung darauf ankommt, von welchem Startpunkt ein LKW losfährt, bzw. wo er seine Entladestellen hat und in Abhängigkeit hiervon die Strecke nutzen darf oder nicht, lässt sich das in der Praxis nur schwer in die Kartendatensätze mit einbetten. Leider wird dem Fahrzeugführer auch kein einfacher Hinweis auf die Beschilderung angezeigt.

Garmin selbst kann aus verschiedenen Gründen an den gekauften Datensätzen keine Veränderungen vornehmen.
Wir haben deshalb an die beiden Firmen “Here” und “Teleatlas” Schreiben versandt, in dem wir diesen Umstand näher hinterfragt haben.

Uns bestärkt dies in unserem Bestreben, dass die Beschilderung geändert werden muss!

Wir fordern ein “generelles Durchfahrtsverbot für Lastkraftwagen” mit dem Zusatzschild: „Lieferverkehr frei“
Dies könnte erheblich einfacher in den Navigationsgeräten angezeigt werden und auch Polizeikontrollen wären leichter durchführbar.

Ausdrücklich möchten wir uns bei Hr. Herrig und Hr. Fritsche für Ihre überaus interessanten Informationen bedanken!
IMG_9039

Treffen mit dem Landrat

Der in der Mainpost veröffentlichte Bericht über die Verkehrsverhältnisse in Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben und die damit verbundene Kritik, hat Hr. Landrat Nuß dazu bewegt, eine Einladung für ein Treffen an uns zu senden.

Als Schwerpunkt werden wir bei diesem Termin die aus unserer Sicht falsche LKW-Beschilderung ansprechen. Wie auf unserer Homepage mehrfach beschrieben, hat sich die aktuelle Beschilderung:
„Verbot von Durchgangsverkehr für LKW > 12 Tonnen“ als schlechte Lösung herausgestellt. Das leicht misszuverstehende Regelwerk, fehlende Polizeikontrollen und fragwürdige Routenführungen von Navigationssystemen, sind unter anderem Ursachen für die Gesamtproblematik.

Des Weiteren sollen aber auch Überlegungen angestellt werden, was in den betreffenden vier Ortschaften für die Verkehrssicherheit der Bevölkerung und für eine Reduzierung der Gesamtfahrzeugmenge getan werden kann.

Wir danken Hr. Landrat Nuß für seine Gesprächsbereitschaft und hoffen auf gute Ergebnisse.
Natürlich werden wir selbige auch wieder veröffentlichen.

 

Treffen mit der Polizei Würzburg-Land

Am 19.05.2017 haben sich Klaus Stuntz (1. Vorsitzender), Peter Wagner (2. Vorsitzender) und Michael Wild (Öffentlichkeitsarbeit) mit Hr. EPHK Schmitt (Dienststellenleiter Polizei Würzburg-Land) und Hr. PHK Schubert getroffen.

Das stetig wachsende LKW-Problem und mögliche Gegenmaßnahmen sind intensiv diskutiert worden. In den letzten Jahren haben im Großraum Würzburg die Anzahl der LKW-Kontrollen in Bereichen mit der Beschilderung: “Verbot von Durchgangsverkehr für LKW mit einem Gesamtgewicht über 12 Tonnen” stetig abgenommen. Die Polizei hat dies hiermit begründet, dass sich die prozentuale Verstoßquote, auch bei geringeren Kontrollanzahlen nicht erhöht hat.

Ebenso gibt es laut Polizeiauskunft auf der Strecke keine vernünftige Möglichkeit, die Lastkraftwagen einer geordneten Kontrolle zu unterziehen. Eine Kontrolle gestaltet sich auch dahingehend schwierig, da nicht für jede Lieferung aussagekräftige Frachtpapiere vorhanden sind und die ohnehin leicht mißzuverstehende Verkehrsregelung dadurch nicht immer eindeutig als Verstoß geahndet werden kann. Trotz alle dem haben wir die Verantwortlichen gebeten, auch in Zukunft zu verschiedensten Tageszeiten Kontrollen durch zu führen.

Ein weiterer Punkt sind die häufigen Stauungen auf der A7 gewesen und die dadurch entstehende Frage, ab wann ein eigentlich nicht zur Durchfahrt befugter LKW die Autobahn verlassen darf, um die B19 als Ausweichstrecke zu nutzen.

Hr. Schubert hat uns erläutert, dass im Regelfall über die Verkehrszentrale in Absprache mit den vor Ort verfügbaren Polizeikräften die Verkehrssituation beurteilt und bei massiven Stauungen auf der Autobahn die Bedarfsumleitungen freigegeben werden.

Erst dann dürfen die nicht zur Durchfahrt berechtigten LKW´ s, welche zum Beispiel über Bayern 3 den Hinweis über die Bedarfsumleitung mitgeteilt bekommen, die Autobahn verlassen. Leider gibt es auch viele Radiosender, welche eigenständige Verkehrsdurchsagen und mögliche Zeitersparnisse bei Nutzung von Alternativstrecken durchgeben und hierdurch Lastkraftwagen unberechtigterweise die Autobahn verlassen.

Ebenso werden über Navigationssystemen Informationen über Ausweichstrecken an die LKW´ s übermittelt, welche zum Anlass genommen werden die Ausweichroute zu nutzen, obwohl die Bedarfsumleitung von der Polizei nicht freigegeben wurde.

Von Seiten der Bürgerinitiative haben wir, wie auch auf der Homepage desöfteren berichtet, eine Änderung der aktuellen Beschilderung hinterfragt.

Aus unserer Sicht wäre ein: „generelles LKW-Durchfahrtsverbot mit der Zusatzbeschilderung: Lieferverkehr frei” das richtige Mittel, um den LKW-Verkehr in den Griff zu bekommen.
Schild Lieferverkehr frei und LKW Durchfahrtsverbot

Dies wurde von der Polizei positiv aufgenommen und bewertet und wir haben dies zum Anlass genommen, erneut ein Schreiben an die zuständigen Behörden zu verfassen. Die Polizeiverantwortlichen haben uns hier auch ihre Unterstützung zugesagt.

Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen für das offene und konstruktive Gespräch!
20170519_152801

Rückblick auf das Sit-In in Unterpleichfeld

DSC09594

Bei sonnigem Wetter haben sich am 12.05.2017 Anhänger unserer Bürgerinitiative in Unterpleichfeld getroffen, um auch in diesem Jahr durch stillen Protest auf die Verkehrsproblematik hinzuweisen. Mit Schildern und Plakaten wurde den vorbeifahrenden Kraftfahrzeugen angezeigt, dass die Lage nicht erträglich ist.

Die Initiative lebt!

 

Feinstaubbelastung am Stadtring

Das vor einem Jahr eingeführte LKW-Fahrverbot am Stadtring-Süd zeigt aufgrund der Ausnahmeregelungen nur wenig Wirkung.
Hr. Dr. Imhof von der Bürgerinitiative: „Brummis weg vom Stadtring“, hat dies auch in einem aktuellen Zeitungsbericht angemahnt.

Die Feinstaubwerte in Würzburg werden kontinuierlich überschritten und die Maßnahmen der Stadt lassen zu wünschen übrig.

Der Stadtring-Süd und unser Streckenabschnitt haben eine direkte Beziehung zueinander.
Sinkt der LKW-Verkehr am Stadtring, wird auch unser Durchgangsverkehr tendenziell abnehmen.